Schaprode, der westlichste Ort der Insel Rügen, ist wohl einer der ältesten Siedlungsorte und wird im pommerschen Landbuch 1193 erstmals urkundlich als Scabroda oder Scaparöd erwähnt. Malerisch am Schaproder Strom gelegen, der den Ort von der Insel Oehe trennt und somit einen geschützten natürlichen Hafen bildet, war Schaprode in den vergangenen Jahrhunderten ein Siedlungsort für Bauern, die den fruchtbaren Boden beackerten, und Fischer, die die fischreichen Gewässer nutzten, aber auch im 17. und 18. Jahrhundert ein bedeutender Hafen für die Segelschifffahrt.

Schaprode, Historisch
Schaprode, Historisch
Schaprode, Historisch

Die etwa 200 Jahre alten Kapitänshäuser sind heute noch existierende Zeugnisse dieser Zeit. Anfang des 19. Jahrhunderts verwirklichte der auf Rügen geborene Balthazar von Platen den Traum einer schiffbaren Verbindung quer durch Schweden, den berühmten Göta-Kanal. In der Schaproder Kirche kann man heute noch die außergewöhnlichen Grabplatten der Familie von Platen, einem alten Rüganer Adelsgeschlecht, besichtigen. Ebenfalls Zeugnis der Familie von Platen ist das am Ortseingang befindliche Sühnekreuz „Mordwange“, dessen Bedeutung wohl nie vollständig erklärt werden kann.

Die meisten Sagen aber bringen den altersgrauen Stein mit der Familie von Platen in Verbindung, wonach der Ritter Reimar von Platen an dieser Stelle mit seinen zwei Söhnen am 15. Juli 1368 erschlagen wurde. Der Stein trägt ein Kruzifix mit der Inschrift INRI sowie das Platensche Wappen. Die Schaproder St. Johanneskirche ist eine der ältesten Kirchen auf der Insel Rügen und wurde im 13. Jahrhundert zunächst als romanische Kirche erbaut und später dann als gotischer Backsteinbau ergänzt. St. Johannes grüßt als sichtbares Zeichen schon von weitem die anreisenden Gäste und heimkommenden Seefahrer.

Die Kirche ist täglich geöffnet und immer einen Besuch wert. Besonderen Reiz erhält die Kirche durch Konzertabende, die im Sommer wöchentlich stattfinden. Im Mittelalter war Schaprode eine der rügenschen Gardvogteien. Nach dem 30-jährigen Krieg gehörte Schaprode zu Schwedisch-Pommern. In den folgenden Jahren blieb der Charakter eines Einliegerdorfes, das ursprünglich als Angerdorf gebaut wurde, immer erhalten. 1815 fiel Schaprode an die preußische Provinz Pommern und gehört seit 1818 mit Unterbrechungen im 20. Jahrhundert zum Landkreis bzw. Kreis Rügen. Auch die deutsche Gründerzeit hat sich in Schaprode ein noch heute sichtbares Dokument gesetzt. So finden sich noch an einigen Häusern, eine Art Gedenktafel mit Sprüchen aus jener Zeit.

Die Leute, die heute im Ort leben, sind stolz auf das schöne und liebevoll gepflegte Dorf. Die Gemeinde Schaprode mit den umliegenden Dörfern Poggenhof, Seehof, Streu, Neuholstein, Udars, Lehsten und Granskevitz zählt heute etwa 550 Einwohner.

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Mehr als in den vergangenen Jahrzehnten wird Schaprode heute vom Tourismus geprägt. Fuhren auch in den fünfziger und sechziger Jahren viele Leute von hier zur Insel Hiddensee, so ist das kaum mit heute zu vergleichen. Neue, große Schiffe und Wassertaxen bringen jährlich ca. 500.000 Besucher zur Nachbarinsel – Schaprode hat sich darauf eingestellt. Ein moderner Hafen mit Abfertigungs-zentrum wurde gebaut, sowie eine Umgehungsstraße zum Hafen, die den Ort entlastet.

Der im Jahr 2004 fertig gestellte Yachthafen bietet Dauerliegern und Gästen 220 Liegeplätze an modernen Schwimmstegen mit Strom– und Wasserversorgung. Außerdem stehen Entsorgungs- und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung. Eine Slipanlange, sowie ein Kran für bis zu 10 t Gewicht sind vorhanden. Im Fischereihafen versorgt eine Tankstelle die Schiffe und Boote mit Diesel, Benzin und Ölen. Der Yachtservice Krüger bietet in Schaprode den kompletten Rundum-Service.

Der gesamte Yachthafenbereich ist zu Ihrer Sicherheit videoüberwacht. Den Gästen stehen in Schaprode große Parkplätze zur Verfügung, die ebenfalls teilweise videoüberwacht sind. Vom Parkplatz am Ortsrand zum Hafen pendelt je nach Bedarf eine kleine Zubringer-bahn. Vereinzelt treffen Sie im Schaproder Hafen Fischerboote von Hiddenseer Fischern an, denen Sie z.B. beim Hering-puken über die Schulter schauen können und die Ihnen gerne den ein oder anderen frischen Fisch verkaufen. Der letzte Schaproder Fischer Bruno Krowas verunglückte im Jahr 1990. Als letzter Kapitän von großer Fahrt starb Rudolf School im Jahre 1915. Im 20. Jahrhundert beschränkte sich die Schifffahrt in Schaprode auf Fahrten mit Fracht, wie Rüben und Getreide. Heute wird der Hafen als Passagier-, Yacht- und Sportboot sowie als Fischereihafen genutzt.

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Direkt an der Küste des Schaproder Boddens beginnt der Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Wunderschön gelegene Rad- und Wanderwege führen Sie teilweise direkt am Wasser entlang durch unsere Gemeinde Schaprode mit den umliegenden Dörfern. Am so genannten „Stolper Haken“ auf Seehof – vier Kilometer nördlich von Schaprode – ist die engste Stelle zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee, welche dort nur etwa 1 km voneinander getrennt sind. Von dort aus lässt sich der herrliche Blick auf den Leuchtturm von Kloster genießen. Eine Aussichtsplattform in Richtung Streu bietet einen einzigartigen Blick über die Udarser Wiek.

Beobachten Sie Kraniche (Kranichtouren per Schiff ab Schaprode im September und Oktober), Fischotter und Seeadler oder genießen Sie einfach, die herrliche Aussicht auf die Halbinsel Ummanz, inmitten schöner Wälder und Wiesen mit Blick auf die Boddengewässer. Das saubere Wasser des Boddens lädt natürlich im Sommer zum Baden ein. Eine großzügige Flachwasserzone ermöglicht auch den Kleinen ein sicheres planschen. Der Schaproder Bodden ermöglicht zahlreiche wassersportliche Aktivitäten. Surfer und Segler finden hier ideale Wind- und Wasservoraussetzungen.

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Für die kleinen Gäste gibt es einen großen Spielplatz und Fußballplatz im Ort in der Nähe des Campingplatzes. Im dortigen Streichelzoo mit Eseln, Kaninchen, Hühnern und Ziegen können die Kleinen viele Tiere hautnah erleben. Zahlreiche gastronomische Einrichtungen laden Sie zum Genießen rügentypischer Spezialitäten und zum Verweilen ein.

Probieren Sie doch einmal den Boddenhecht und ein frisch gezapftes Störtebecker Pils im ehemaligen Schaproder Schulhaus und lassen sich in der „Alten Schule“ geschichtlich zurückversetzen oder genießen Sie in Schaprodes ältestem Gasthaus „Schillings“ (ehem. „Keils“) einen Oehe-Burger mit Bio-Rindfleisch, welches von den Rindern auf den Salzwiesen der gegenüberliegenden Insel Öhe stammt. Ein kleiner Bio-Hofladen direkt gegenüber vom Kapitänsferienhaus bietet Ihnen regional typische Köstlichkeiten, täglich frische Brötchen und Zeitungen.

Ein wirklich gutes Fischbrötchen und vieles mehr, erhalten Sie am blauen Kiosk am Hafen. Zu typischen Fischspezialitäten des fangfrischen Angebots von Barsch, Hecht, Dorsch und Lachs laden das Gasthaus „zum Fährmann“ am Hafen sowie das Restaurant „Strandgut“ am Campingplatz ein. Jeden Samstag wird direkt vorm dem Restaurant Fisch geräuchert. Als weitere Spezialität des Hauses gilt der hausgemachte Sanddornlikör. Im Laden am Campingplatz, können Sie täglich frische Brötchen, Lebensmittel sowie einige kleine Dinge des Alltags erwerben.

Wer die ausgezeichneten Angelreviere direkt vor der Boddenküste Schaprodes erleben will, kann dies mit dem Team Bodden-Angeln. Im Angebot sind geführte Angeltouren in modernen Guidingbooten mit erfahrenen Angelführern auf Hecht, Barsch, Lachs, Dorsch und Meerforelle. Saisonbedingt werden auch Hering und Hornhecht geangelt. Boote für den Ausflug auf eigene Regie können hier ebenfalls gemietet werden. Wer den besonderen maritimen Ausflug (z. B. das Hochseeangeln) sucht, kann ihn ab Schaprode mit dem Kutter „Albatros“ erleben.

Buchungen hierfür können Sie im Büro der Rügener Hafen- und Touristik GmbH am Hafen Schaprode, vornehmen.

Wir wünschen allen Besuchern und Gästen einen angenehmen Aufenthalt und einen erholsamen Urlaub in Schaprode und freuen uns auf ein Wiedersehen!